DER WALDRAPP

Der Waldrapp – ein Ibisvogel

Der Waldrapp kam bis anfangs des 17. Jahrhunderts in der Schweiz und benachbarten Ländern vor. Als Hauptgrund für sein Verschwinden gilt die Jagd und das häufige Ausnehmen von Nestlingen zu Speisezwecken.

Der Waldrapp ist ein etwa hühnergrosser Ibisvogel mit schwarzem Gefieder, purpurschimmernden Flügeldecken und einem langen gebogenen Schnabel. Der Kopf ist bei adulten Vögeln kahl mit einem schwarzen Federschopf. Waldrappe sind langlebig, sie können im Zoo ein hohes Alter von 25-30 Jahre erreichen.

Der Waldrapp brütet in Kolonien in Felswänden auf Simsen und Vorsprüngen. Im Nest liegen in der Regel 3-4 Eier. Bebrütet wird ab dem ersten Ei. Mit etwa 45-50 Tagen werden die jungen Waldrappe flügge. Der Waldrapp war und ist in unseren Breiten ein Zugvogel. Zugroute und Rastplätze werden von den Jungen im sozialen Verband erlernt.

Waldrappe sind anpassungsfähige Nahrungsopportunisten. Sie ernähren sich im nördlichen Alpenvorland vor allem von Regenwürmern, Insekten und Insektenlarven, die sie mit ihrem Schnabel durch Stochern im Boden aufstöbern. Die Nahrung suchen die Vögel hauptsächlich auf offenen Wiesen mit niedriger Vegetation.

Seit rund 20 Jahren wird der Waldrapp im Rahmen von zwei Projekten in Europa wieder angesiedelt, dem Proyecto Eremita in Spanien und an verschiedenen Ort im Alpen-Vorland durch das Waldrappteam Conservation & Research (waldrapp.eu)

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Waldrapp Sonic 178 (Foto HPG)
Waldrapp Sonic 178 (Foto HPG)